Logo Ergoconcept Braunschweig    
       
 


STARTSEITE
PRODUKTÜBERSICHT
SERVICE & BERATUNG
ERGONOMIE-INFOS
  Allgemeines
     Einführung
     Geschichte
     Heben und Tragen
     Ruhesessel

  Büro-Arbeitsplatz

  Bürostühle

  Bett & Schlafen

  special Peter Opsvik

KONTAKT
LAGEPLAN

   

Definition und Entwicklung der Ergonomie

Definition und Wortquelle

Die älteste bekannte Definition von Ergonomie stammt von W. Jastrzebowski (Grundriss der Ergonomie oder Lehre von der Arbeit, gestützt auf die aus der Naturgeschichte geschöpfte Wahrheit, 1857, aus dem polnischen):

Ergonomie ist ein wissenschaftlicher Ansatz,
damit wir aus diesem Leben die besten Früchte
bei der geringsten Anstrengung mit der höchsten Befriedigung
für das eigene und für das allgemeine Wohl ziehen.

Das Wort Ergonomie, die deutsche Form des englischen Ergonomics, ist eine Kombination der beiden griechischen Wortstämme ergon (= Arbeit) und nomos (= Regel, Gesetz).

Geschichte und Entwicklung der Ergonomie

Die zuvor genannte Veröffentlichung von Jastrzebowski wurde erst Ende der 60er Jahre wieder entdeckt. Der von Jastrezebowski unabhängige, zweite Vorschlag einer Kombination der beiden griechischen Wortstämme zur Kennzeichnung einer neuen, naturwissenschaftlichen Disziplin stammt von Murrell. Er machte diesen Vorschlag in Zusammenhang mit der Entstehung einer 1949 in England gegründeten, interdisziplinären Forschergruppe, die ihren Namen 1950 von "Human Research Society" in "Ergonomics Research Society" änderte.

Die Satzung der "Ergonomics Research Society" fasste die Ziele der Ergonomie später zusammen als:

"... erforscht die Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner Arbeit, Arbeitsmittel und Umgebung, insbesondere durch Anwendung von anatomischem, physiologischem und psychologischem Wissen auf die daraus entstehenden Probleme".

Zur internationalen Verbreitung des Begriffs Ergonomie trug vor allem die seit 1957 erscheinende Fachzeitschrift Ergonomics bei.

Im Jahre 1959 erfolgte die Gründung einer "Internationalen Ergonomischen Gesellschaft" (IEA), in der über 20 nationale Gesellschaften zusammengefasst sind. Als nationale Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland ist die "Gesellschaft für Arbeitswissenschaft - GfA" in der IEA vertreten.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Begriffs "Ergonomie" ist zu erwähnen, dass sich in Japan neben dem Begriff "Ergonomie" noch eine "Human Ergology" entwickelt hat. Im Gegensatz zur Ergonomie wird in der Ergologie vor allem die physiologische Komponente der menschlichen Arbeit betont, die noch durch die Berücksichtigung anthropologischer Aspekte ergänzt wird.

Die Bezeichnung "Ergologie" wird auf eine Idee des deutschen Physiologen Haeckel (1834-1919) zurückgeführt, der damit erste Vorstellungen zu einer anthropologisch begründeten Physiologie des arbeitenden Menschen kennzeichnen wollte.

Ergonomie im 21. Jahrhundert

Das heutige Verständnis von Ergonomie berücksichtigt sowohl die Interessen an einer Verbesserung der "Qualität des Arbeitslebens" als auch das Interesse an der "Qualität der Arbeitsergebnisse".

Im betrieblichen Alltags gibt es zwei Interessen, die häufig als gegensätzlich angesehen werden: Dem betrieblichen Interesse nach einer möglichst hohen Arbeitsproduktivität bei möglichst niedrigen Kosten stehen nämlich die allgemeinen Grundsätze der betrieblichen Gesundheitsvorsorge entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz entgegen. Als Grundsatz läßt sich somit definieren: "Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird".

In der "ergonomischen Aufwand-Nutzen-Betrachtung" kann die Beanspruchung des Menschen als Aufwand mit dem erreichbaren Arbeitsergebnis als Nutzen verglichen werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich zwischen dem Aufwand und dem Nutzen in der Regel keine einfache lineare Beziehung nachweisen lässt.

Man kann nämlich nicht immer bei maximaler Beanspruchung auch das maximale Arbeitsergebnis erwarten. Andererseits ist einzusehen, daß bei geringster Beanspruchung, nämlich Untätigkeit, das Arbeitsergebnis Null ist.

Außer Acht gelassen wird dabei auch die mittel- bis langfristige Perspektive, da hohe körperliche Belastungen in der Regel zu Krankheiten und Arbeitsausfällen führen, die wiederum die Produktivität negativ beeinflussen. Auch lässt die Arbeitsmoral nach, wenn die Belastungen zu hoch werden.

Sie sind auf Seite 1  zur nächsten Seite  Blättern zu Seite 2  


 
Steinweg 12    38100 Braunschweig    Tel.: 0531-239 2790
info@ergoconcept.com    www.ergoconcept.com